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Die Redaktion

Was ich in Kuba sah, war Widerstandskraft

von Gerargo Delgado*

(8. Mai 2026) (CH-S) Seit 66 Jahren steht der Inselstaat Kuba, in der Karibik südöstlich von Mexiko gelegen, mit seinen 11 Millionen Einwohnern unter drastischen Sanktionen der USA. Alle Bereiche der kubanischen Wirtschaft sind betroffen.

Mit hohen Zöllen bedrohen die USA unter Präsident Donald Trump zudem seit Februar 2026 alle Staaten, die Kuba mit Rohöl oder Derivaten beliefern – eine erneute Verschärfung mit dem Ziel des Regimewechsels wurde am 2. Mai dieses Jahres eingeleitet.

Seit 33 Jahren stimmt die überwältigende Mehrheit der UN-Mitgliedsstaaten für die Beendigung des US-Embargos gegen Kuba. Die USA setzen sich jedoch über diese Resolutionen hinweg. – Der Autor hat den Inselstaat besucht.

Kommentar

«Epstein-Länder» und «Mullah-Staat»

Warum uns die Welt als «Epstein-Länder» bezeichnet

von Robert Seidel*

(8. Mai 2026) Muss man es als blanke Propaganda werten, wenn der «Wertewesten» in anderen Weltgegenden als «Epstein-Länder» verschrien wird? – Natürlich ist es Propaganda. – Genauso, wie es Propaganda ist, wenn man den Iran als «Mullah-Staat» bezeichnet. Während im Iran tatsächlich eine Art Theokratie herrscht, fällt es dem informierten Leser schwer mit dem Begriff «Epstein-Länder» etwas anzufangen. Wieso «Epstein-Länder»? Was haben wir mit Epstein zu tun? In den Staaten des mittleren Ostens und des Südens sieht man das offenbar anders.

Sanktionen töten leise – und verfehlen ihr Ziel

Zur Glaubwürdigkeit der Neutralität

von Prof. em. Dr. Wolf Linder,* Bern

(8. Mai 2026) Wirtschaftssanktionen gehören zu den umstrittensten Punkten der «Neutralitätsinitiative» [Eidgenössische Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität»]. Noch und noch kursiert die falsche Behauptung, die Initiative verbiete jegliche Sanktionen und beraube die schweizerische Aussenpolitik eines wichtigen aussenpolitischen Instruments.

Eidg.Volksabstimmung vom 14. Juni 2026

Die Schweiz platzt aus allen Nähten

Die «Nachhaltigkeitsinitiative» will Migration begrenzen, aber nahezu alle Parteien und Verbände sind dagegen

von Michael Straumann*

(1. Mai 2026) Die Schweiz platzt aus allen Nähten. Die Mieten steigen auf Rekordniveau, die Züge sind überfüllt, die Staus werden länger. Vielerorts stösst das Land an seine Kapazitätsgrenzen. So haben die Mietpreise in Zürich – sowohl in der Stadt als auch kantonal – kürzlich ein historisches Hoch erreicht.1 Die Angebotsmieten sind in den letzten 25 Jahren im Kanton um 21 Prozent gestiegen, in der Stadt sogar um 44 Prozent.

Xi Jinping schlägt Vier-Punkte-Plan für Frieden und Diplomatie im Nahen Osten vor

von «Friends of Socialist China»*

(1. Mai 2026) (CH-S) In den westlichen Medien erfährt man kaum etwas über die Position der Volksrepublik China zum Krieg im Mittleren Osten, obwohl dieses Land im Hintergrund eine erhebliche Rolle bei den Vermittlungen um einen Waffenstillstand spielt. Wir dokumentieren im Folgenden einen Beitrag von «Friends of Socialist China», der die Position Chinas zusammenfasst.

Die Metamorphose der USA (I)

Die Spaltung zwischen Pentagon und Vatikan

von Thierry Meyssan,* Frankreich

(1. Mai 2026) Von aussen betrachtet nehmen wir die Metamorphose der Vereinigten Staaten nicht wahr: In vier Monaten haben sie ihre politische Ideologie (sie sind nicht mehr «jacksonianisch»), ihre militärische Doktrin (sie wenden die «Rumsfeld-Cebrowski»-Strategie nicht mehr an) und ihren Glauben geändert (sie glauben nicht mehr an die Pluralität der Religionen). Wir veröffentlichen eine Studie zu dieser Mutation, die uns zwingt, unsere Wahrnehmung dieses Landes komplett zu überdenken.