Warum physische Archive wichtig sind in einer Zeit, in der die Wahrheit verschwindet
«Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.» – George Orwell
von «Julian Assange Archive e.V.»
(3. Juli 2026) (CH-S) 2024 wurde der unerschrockene australische Investigativjournalist Julian Assange aus dem Londoner Belmarsh Gefängnis entlassen.1 Er hatte US-amerikanische Kriegsverbrechen aufgedeckt. Seit 2010, dem Jahr seiner unrechtmässigen Verhaftung, hatten sich weltweit Menschen unermüdlich dafür eingesetzt, dass er nicht in Vergessenheit geriet. Sie standen vor Botschaften und Gerichten, organisierten Proteste, schrieben Briefe, hielten Mahnwachen und sprachen auch noch über seinen «Fall», als dieser aus der Öffentlichkeit praktisch verschwunden war. Das «Assange-Archiv» dokumentiert diese Bemühungen und führt uns die Bedeutung der physischen Erinnerung vor Augen. Was nur digital vorhanden ist, kann gefälscht oder gelöscht werden – Gegenstände in einem Archiv sind «lebendige» Geschichte.