Die Metamorphose der USA (I)
Die Spaltung zwischen Pentagon und Vatikan
von Thierry Meyssan,* Frankreich
(1. Mai 2026) Von aussen betrachtet nehmen wir die Metamorphose der Vereinigten Staaten nicht wahr: In vier Monaten haben sie ihre politische Ideologie (sie sind nicht mehr «jacksonianisch»), ihre militärische Doktrin (sie wenden die «Rumsfeld-Cebrowski»-Strategie nicht mehr an) und ihren Glauben geändert (sie glauben nicht mehr an die Pluralität der Religionen). Wir veröffentlichen eine Studie zu dieser Mutation, die uns zwingt, unsere Wahrnehmung dieses Landes komplett zu überdenken.
(Bild réseau voltaire)
Am 9. Januar 2026 überbrachte Papst Leo XIV. den ausländischen Botschaftern seine Neujahrsgrüsse. Er erklärte unter anderem: «Die Schwäche des Multilateralismus auf internationaler Ebene ist in diesen Tagen besonders besorgniserregend. Eine Diplomatie, die den Dialog fördert und einen Konsens unter allen sucht, wird durch Diplomatie der Gewalt, durch Einzelpersonen oder Gruppen von Verbündeten ersetzt. Der Krieg ist wieder in Mode gekommen und ein Kriegsgeist breitet sich aus. Das nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführte Prinzip, das Ländern untersagt, Gewalt zur Verletzung von Grenzen anderer einzusetzen, wurde nicht eingehalten.»1 Frieden wird nicht mehr als Geschenk und als wünschenswertes Gut an sich gesucht «im Streben nach einer von Gott gewollten Ordnung, die eine vollkommenere Gerechtigkeit unter den Menschen impliziert»,2 sondern er wird mit Waffen als Voraussetzung für die Durchsetzung der eigenen Herrschaft angestrebt. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Rechtsstaatlichkeit dar, die die Grundlage aller friedlichen zivilen Koexistenz bildet.3
Diese Rede missfiel dem US-Kriegsminister Pete Hegseth sehr. Er ist christlicher Zionist, Mitglied der Communion of Evangelical Reformed Churches (CREC), der Sekte von Pastor Douglas Wilson. Seit dem 30. September 2025 reformiert er das Pentagon und entlässt Beamte, die zugunsten von Woke-Ideologien und den Regeln zu «Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion» (DIE) ernannt wurden.4 Vor allem stellte er die Rolle der «Familie», der International Christian Leadership, innerhalb des Pentagon selbst in Frage.
Diese Vereinigung von Militärseelsorgern aller Konfessionen wurde 1935 vom methodistischen Pastor Abraham Vereide gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie zur Hauptrechtfertigung für den Kalten Krieg geworden: der Kampf der US-Armeen, Verteidiger des Glaubens, gegen die atheistischen kommunistischen Armeen. Alle Stabschefs waren bis letztes Jahr Teil davon, und eine grosse Anzahl von Politikern, sowohl amerikanischen als auch verbündeten, besuchten sie.5 73 Jahre lang war Pastor Billy Graham ihr Sprecher. In dieser Funktion war er der geistliche Berater von zwölf Präsidenten der Vereinigten Staaten, von Truman bis Obama.6 In Frankreich betete der Präsident des Senats, Alain Poher, innerhalb dieser Gruppe.
So lud der Kriegsminister auch am 22. Januar den apostolischen Nuntius, den französischen Kardinal Christophe Pierre, nach Washington ein. Grundsätzlich dürfen nur Aussenminister den Botschafter des Heiligen Stuhls zu sich bitten. Dies war eine Ausnahme. Der Prälat wurde nicht vom Minister empfangen, sondern von seinem Stellvertreter Elbridge Colby.
Es ist wohl bekannt, dass Pete Hegseth sich mehr mit Kulturkämpfen gegen die Woke-Bewegung beschäftigt hat als mit militärischen Themen. Elbridge Colby seinerseits ist für die Strategie der US-Armeen verantwortlich. Er ist Katholik und Enkel von William Colby, der während der Amtszeit von Präsident Nixon Direktor der CIA war und Ritter des Souveränen Malteserordens.
Elbridge hatte eine zentrale Rolle in Donald Trumps erster Amtszeit gespielt und ein merkwürdiges Buch geschrieben: The Strategy of Denial: American Defense in an Age of Great Power Conflict.7 Darin erklärt er, dass die Vereinigten Staaten, um frei zu sein, verhindern müssen, dass ein anderer Staat mächtiger wird als sie. Darin entwickelte er eine Strategie, um Chinas Entwicklung zu stoppen, nicht durch direkte Kriegsführung gegen China, sondern durch Krieg gegen seine Energie- und Rohstofflieferanten.
Elbridge Colby erklärte Seiner Eminenz Erzbischof Christophe Pierre, dass der Heilige Stuhl schon seit langem wissen müsse, dass die Vereinigten Staaten seine besten Verbündeten seien und dass der Papst «loyaler» (sic) sein sollte.
Die Diskussion spitzte sich zu, und Colby erinnerte den Prälaten daran, dass ein König von Frankreich einen zweiten Papst wählen liess, als dieser in einen Konflikt mit Frankreich geriet. Von 1378 bis 1417 exkommunizierten sich zwei Päpste im «Grossen Westlichen Schisma» gegenseitig, derjenige des Vatikans und derjenige von Avignon.
Ähnlich gründete sein eigener Grossvater William Colby und Pastor Billy Graham zusammen mit den protestantischen Kirchen, als sie in den USA noch die Mehrheit hatten, den Internationalen Kongress für Weltevangelisation, um mit dem Ökumenischen Kirchenrat (WCC) zu konkurrieren, der sich gegen den Vietnamkrieg ausgesprochen hatte.
Am Ende des Gesprächs unterstrich Elbridge Colby mit einer herausfordernden Geste die Spaltung, indem er seine Pistole auf den Tisch legte.
Die Szene wurde von mehreren Nachrichtenagenturen auf unterschiedliche Weise erzählt, nachdem The Free Press darüber berichtet hatte.8 Die Version, die ich hier erzähle, wurde mir zuvor von einem Mitarbeiter und Freund geschildert, der im Vatikan eine bestimmte Rolle inne hat. Am 9. April, anlässlich der Amtseinführung von Erzbischof Gabriele Caccia, dem neuen Apostolischen Nuntius in Washington, bestätigte der Sprecher des Heiligen Stuhls, Matteo Bruni aus dem Vereinigten Königreich, dass dieses Treffen tatsächlich stattgefunden habe. Einen Bericht darüber wollte er jedoch nicht abgeben. Er sagte nur, die Medienberichte seien «absolut falsch». Der US-Botschafter beim Heiligen Stuhl, Brian Birch, hat seinerseits die von The Free Press dargestellte Rekonstruktion der Ereignisse «kategorisch zurückgewiesen».
Wie dem auch sei, der Heilige Vater hat seine geplante Reise in die USA abgesagt.
Als sich die Lage allmählich verschlechterte, lud der Kriegsminister Pastor Douglas Wilson ein, um am 17. Februar 2026 im Pentagon zu predigen.9 Während einer fünfzehn Minuten langen Andacht betete der «Archi-Konfederate»-Pastor jedoch für «das Erwachen des schwarzen Schwans», also für eine grosse Wiederbelebung des Christentums in den Vereinigten Staaten.
«Gott kann tun, was Er wünscht – und wie wir es inzwischen wissen sollten, nimmt Er gerne die unwahrscheinlichsten Materien und macht etwas Herrliches daraus. Nehmen Sie ein Gebetstreffen im Pentagon als mögliches Beispiel. Es haben sich schon viel seltsamere Dinge ereignet.»
In den folgenden Tagen wurden die Türen des Pentagons für «die Familie» (und für die katholischen Kirche) verschlossen. Nur noch Pastoren der Communion of Reformed Evangelical Churches (CREC), Pete Hegseths zionistische christliche Kirche, sind dort für den monatlichen Gottesdienst der Streitkräfte zugelassen. So hielt Kriegsminister Pete Hegseth beim folgenden Gottesdienst am 18. März 2026 selbst die Predigt. Er betete dafür, dass die US-Truppen «eine zerstörerische Gewaltaktion gegen diejenigen durchführen würden, die keine Gnade verdienen. […] Wir bitten darum mit kühner Zuversicht im Namen des allmächtigen Jesus Christus».10
Später an diesem Tag gab sein Ministerium bekannt, dass die Zahl der in den Streitkräften akzeptierten Religionen nicht mehr etwa 200, sondern 31 betragen werde. Ausserdem würden Militärseelsorger ihren Rang nicht mehr auf ihrer Uniform tragen, sondern eher religiöse Abzeichen.11 Es scheint, dass der Kriegsminister einerseits die Arbeit der Seelsorger auf die Verbreitung ihres Glaubens und nicht mehr auf die persönlichen Probleme ihrer Gläubigen konzentrieren wollte,12 und andererseits allmählich eine bestimmte Religionsauffassung durchsetzen wollte, die mit der aktuellen Vielfalt bricht.13
Die Pressesprecherin des Pentagons erklärte: «Die Andachten des Ministers stärken zweifellos die Moral derjenigen, die daran teilnehmen, und stehen unter dem Schutz der Verfassung. Es gibt keine besondere Behandlung oder Bestrafung aufgrund der Entscheidung, an diesen Gebetsgottesdiensten teilzunehmen oder nicht.»
Viele pensionierte Offiziere haben jedoch begonnen, sich gegen die laufende Reform Stellung zu nehmen. Für sie ist es nicht hinnehmbar, dass das Pentagon unter dem Einfluss einer bestimmten Kirche steht, geschweige denn unter dem der Sekte von Pastor Douglas Wilson.
Der «Guru» des Kriegsministers ist in erster Linie der Anführer des «biblischen Patriarchats», weshalb er sich gegen die Beteiligung von Frauen an der Verwaltung seiner Kirche ausgesprochen hat und bekräftigt, dass die Sklaverei der Frauen durch die Heilige Schrift gerechtfertigt ist.
Er ist ein «Rekonstruktionist»: Seiner Meinung nach würde Christus nur zurückkehren, wenn die Gesellschaft bestimmte Gesetze des Alten Testaments respektieren wird, darunter die Todesstrafe für Mord, Götzendienst, Homosexualität, Ehebruch, Hexerei und Gotteslästerung. Als «christlicher Nationalist» predigt er «eine Verschmelzung der christlichen Identität und des kulturellen Konservatismus mit der staatsbürgerlichen Zugehörigkeit zu den Vereinigten Staaten». Schliesslich ist er im Namen der «Theologie des Bundes» davon überzeugt, dass Christus nicht gekommen ist, um das Gesetz des Moses aufzuheben, sondern um ihm seine Botschaft der Liebe überzuordnen; deshalb betrachtet er die Unterstützung des Staates Israel als religiöse Pflicht.14
Das Gift der politischen Instrumentalisierung der Religion breitet sich aus.
Am 12. April strahlte 60 Minutes (CBS) einen Bericht aus, in dem drei US-Kardinäle die Äusserungen von Papst Leo XIV. gegen den Krieg im Iran und gegen Präsident Trumps Anti-Einwanderungspolitik unterstützten.
Präsident Trump antwortete am nächsten Morgen auf Truth Social mit folgender Kriegserklärung: «Papst Leo XIV. ist schwach in Sachen Kriminalität und schrecklich in der Aussenpolitik. Er spricht von der ‹Angst› vor der Trump-Administration, erwähnt aber nicht die FURCHT, die die katholische Kirche und alle anderen christlichen Organisationen während COVID hatten, als Priester, Geistliche und Gläubige verhaftet wurden, weil sie Gottesdienste abhielten, selbst wenn sie im Freien waren, und sie zehn oder sogar zwanzig Fuss [etwa 2,5 Meter] voneinander entfernt waren. Ich mag seinen Bruder Louis viel lieber als ihn, weil Louis ein MAGA ist. Er hat es begriffen, und Léon nicht!
Ich will keinen Papst, der denkt, es sei in Ordnung, dass Iran eine Atombombe hat. Ich will keinen Papst, der es für schrecklich hält, dass Amerika Venezuela angegriffen hat, ein Land, das riesige Mengen Drogen in die Vereinigten Staaten schickte und, noch schlimmer, seine Gefängnisse – voller Mörder, Drogenhändler und Totschläger – in unser Land entleerte. Und ich möchte nicht, dass ein Papst den Präsidenten der Vereinigten Staaten kritisiert, denn ich tue genau das, wofür ich gewählt wurde.
ANGESICHTS EINES ZUSAMMENBRUCHS habe ich Rekordzahlen gegen Kriminalität aufgestellt und den grössten Aktienmarkt der Geschichte geschaffen. Leon sollte dankbar sein, denn wie jeder weiss, war seine Wahl überraschend und schockierend. Er stand auf keiner Liste, um Papst zu werden, und wurde nur von der Kirche dort eingesetzt, weil er Amerikaner war, und sie dachte, das wäre der beste Weg, mit Präsident Donald J. Trump umzugehen. Wenn ich nicht im Weissen Haus wäre, wäre Leon nicht im Vatikan.
Leider ist Leon schwach im Umgang mit dem Verbrechen, schwach im Umgang mit den Atomwaffen, steht nicht auf meiner Seite, ebenso wenig wie die Tatsache, dass er sich mit Obama-Sympathisanten trifft, wie David Axelrod, einem linksgerichteten LOSER, der zu denen gehört, die die Meister der Zeit und die Geistlichen verhaften wollten. Leo sollte sich wie ein Papst verhalten, gesunden Menschenverstand benutzen, aufhören, auf die radikale Linke zu reagieren, und sich darauf konzentrieren, ein grosser Papst zu sein.»15
Donald Trump veröffentlichte ausserdem ein computergeneriertes Bild von Nick Adams, dem Präsidenten der Foundation for Liberty and American Greatness. Man sieht ihn als Jesus, wie er einen kranken Menschen heilt, unter den erstaunten Augen seiner Gläubigen und dem Schutz seiner Soldaten und Engel. Es war am 15. April, dem Tag der orthodoxen Ostern.
Am 15. April wurde der dritte Gottesdienst des neuen Systems auf YouTube ausgestrahlt. Der Kriegsminister spielte auf die heldenhafte Rettungsaktion eines im Iran abgeschossenen US-Piloten an. In Wirklichkeit handelte es sich um eine Operation, die darauf abzielte, iranische Bestände von angereichertem Uran zu beschlagnahmen. Der Pilot wurde nicht gerettet. Er ist immer noch Gefangener der Revolutionsgarden. Das spielt keine Rolle.
Hegseth zitierte ein Gebet des Sandy-1-Teams der Combat Search and Rescue Unit. Er sagte mit Bezug auf das Buch Hesekiels:
«Der Weg des Gerechten ist von allen Seiten von den Ungerechtigkeiten der Selbstsüchtigen und der Tyrannei der Bösen bedrängt. Gesegnet ist der, der im Namen der Nächstenliebe und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit führt, denn er ist wahrhaftig der Wächter seines Bruders und derjenige, der die verlorenen Kinder findet. Und ich werde mich mit grosser Rache und wütender Wut auf diejenigen stürzen, die versuchen, meine Brüder zu vergiften und zu vernichten. Und du wirst wissen, dass mein Name der Herr ist, wenn ich meine Rache auf dich entfessele.»
Ach! das Zitat bezieht sich nicht auf die Bibel, sondern auf das Drehbuch des Films Pulp Fiction.
Dann übergab der Kriegsminister Pastor Zack Randles das Wort, der jedes Jahr im Repräsentantenhaus predigt.16
Wenige Stunden später veröffentlichte Leo XIV. auf X: «Wehe denen, die die Religionen und selbst den Namen Gottes für ihre eigenen militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke missbrauchen und das Heilige in Dunkelheit und Schmutz ziehen!»17
Am Ende reichte die United Americans for Separation of Church and State eine Beschwerde gegen das Verteidigungsministerium ein.18 Laut dem Verein zur Verteidigung der religiösen Vielfalt macht sich das, was im Kriegsministerium passiert, auch woanders breit: Identische Gebete werden vom Arbeitsministerium mit Ministerin Lori Chavez-DeRemer gemeldet.
Der «Kulturkampf» hat gerade erst begonnen. Der «Kampf um die Zivilisation» war eine Politik von Kanzler Otto von Bismarck, um die Verbindungen zwischen dem Deutschen Reich und der katholischen Kirche zu kappen. Diesmal handelt es sich um einen Bruch zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhl, obwohl die Bevölkerung des Landes aufgrund der Einwanderung aus Mexiko mittlerweile zu 40 Prozent katholisch ist.19 Es ist auch eine Gegenreaktion auf die Unterstützung, die Papst Franziskus dem demokratischen Präsidenten Joe Biden zuteilwerden liess.20 (Fortsetzung folgt)
| * Thierry Meyssan ist Politischer Berater und Gründungspräsident des Voltaire Netzwerk. Er ist Herausgeber des wöchentlichen Informationsdienstes «Voltaire. Internationale Nachrichten», ISSN 2966-5752. Sein aktuelles Buch in Französisch heisst «Sous nos yeux – Du 11-Septembre à Donald Trump» und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. |
Quelle: https://www.voltairenet.org/article224290.html, 21. April 2026
(Übersetzung «Schweizer Standpunkt»)
1 Eine Anspielung auf die US-Entführung von Präsident Nicolás Maduro drei Tage zuvor.
2 Enzyklika Populorum Progressio, Paul VI., 26. März 1967.
3 «ANSPRACHE VON PAPST LEO XIV. BEIM NEUJAHRSEMPFANG FÜR DIE MITGLIEDER DES AM HEILIGEN STUHL AKKREDITIERTEN DIPLOMATISCHEN KORPS», Heilige Stuhl, 9. Januar 2026.
4 «Secretary of War Pete Hegseth Addresses General and Flag Officers at Quantico, Virginia», Department of War, 30 September 2025.
5 The Family: The Secret Fundamentalism at the Heart of American Power, Jeff Sharlet, HarperCollins (2008). «The Christian Mafia», Wayne Madsen, Insider Magazine
6 Billy Graham, Pape protestant?, Sébastien Fath, Albin Michel (2002).
7 The Strategy of Denial: American defense in an age of great power conflict, Elbridge Colby, Yale University Press (2021).
8 «Why the Vatican and the White House Are on the Outs», Mattia Ferraresi, The Free Press, 6 April 2026.
9 «Hegseth invited Christian nationalist Doug Wilson to preach at Pentagon», Amy B Wang, The Washington Post, 18 February 2026.
10 «Invoking faith in wartime, Pete Hegseth breaks norms and worries critics», Michelle Boorstein, Washington Post, 29 March 2026.
11 «Hegseth Announces Reforms to Chaplain Corps», Matthew Olay, Pentagon News, 25 March 2026.
12 «At Pentagon Christian service, Hegseth prays for violence ’against those who deserve no mercy’», Tiffany Stanley, The Washington Post, 25 March 2026.
13 «Why Pete Hegseth’s Pentagon prayer services challenge traditional notions of separation of church and state – but might be blessed by the Roberts Supreme Court», Naomi Schalit & John E. Jones III, The Conversation, 15 April 2026.
14 Is Christianity good for the world? Dialogue entre Christopher Hitchens & Douglas Wilson, Canon Press (2008).
15 «@realDonaldTrump», Truth Social, 13 April 2026.
16 «Guest Chaplains», House of Representatives.
17 «@Pontifex_fr», X, 16 avril 2026.
18 Americans United for Separation of Church and State v. US, Civil Action No. 1:26-CV-983, District Court of Columbia, 23 March 2026.
19 «La confrontation inquiétante de Trump avec le pape Léon XIV», par Alfredo Jalife-Rahme, La Jornada (Mexique), Réseau Voltaire, 16 avril 2026.
20 «Biden, Kommandeur der ‹wahren Gläubigen›», von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 16. Februar 2021.